Umfrage zur IT-Sicherheit in Industriebetrieben: Das sind die größten Risiken und Fortschritte

Darum geht´s im Artikel:

Eine aktuelle Umfrage zur IT-Sicherheit in Industriebetrieben unseres Partners Sophos zeigt, wie stark sich Produktionsunternehmen inzwischen mit Cyberrisiken auseinandersetzen müssen. Vernetzte Fertigungsanlagen, digitale Lieferketten und komplexe Steuerungssysteme machen die Industrie zu einem bevorzugten Angriffsziel für Cyberkriminelle. Ein erfolgreicher Angriff kann Produktionsprozesse unterbrechen, erhebliche Kosten verursachen und das Vertrauen von Kunden wie auch Partnern nachhaltig beschädigen.

Durchgeführt wurde die Befragung von Sophos, die insgesamt 211 deutsche Produktionsunternehmen einbezog. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass zwar Fortschritte bei Organisation und Verantwortlichkeiten erzielt wurden, aber weiterhin Schwachstellen bestehen, insbesondere an den Schnittstellen zwischen IT, Produktion und Lieferkette. Damit liefert die Studie wertvolle Einblicke in den aktuellen Stand der Cybersicherheit in der Industrie.

In diesem Artikel lesen Sie, welche Kernergebnisse die aktuelle Umfrage zur IT-Sicherheit in Industriebetrieben ans Licht gebracht hat, wo Unternehmen heute besonders gefährdet sind und welche Maßnahmen sich aus den Ergebnissen ableiten lassen. So erhalten Sie einen klaren Überblick und konkrete Orientierung, wie Ihr eigener Betrieb im Vergleich aufgestellt ist und welche Schritte jetzt Priorität haben sollten.

Ergebnisse der aktuellen Umfrage zur IT-Sicherheit in Industriebetrieben

Eine aktuelle Umfrage zur IT-Sicherheit in Industriebetrieben unter 211 Produktionsunternehmen in Deutschland zeigt, dass viele Betriebe die Risiken inzwischen erkannt haben. Klare Verantwortlichkeiten, neue organisatorische Strukturen und ein besseres Zusammenspiel zwischen IT und Produktion tragen dazu bei, die Cybersicherheit insgesamt zu stärken. Gleichzeitig wird deutlich, dass gerade kleine und mittlere Unternehmen mit besonderen Herausforderungen kämpfen und stärker auf externe Partner setzen.

Verantwortlichkeiten werden klarer geregelt

Fast jedes zweite Unternehmen hat heute einen festen IT-Sicherheitsverantwortlichen benannt. Weitere Betriebe teilen die Aufgabe auf oder kombinieren sie mit anderen Rollen, meist, weil Ressourcen fehlen. Besonders kleinere Unternehmen greifen zunehmend auf externe IT-Sicherheitsdienstleister zurück. Dieser Trend zeigt, dass sich die Industrie nicht mehr allein auf interne Kapazitäten verlassen kann.

IT-Abteilung übernimmt die Hauptlast

In rund 70 Prozent der Fälle liegt die Verantwortung für die IT-Sicherheit bei der IT-Abteilung, während nur knapp ein Fünftel der Produktionsbereiche selbst die Verantwortung trägt. Dieses Ergebnis unterstreicht, dass Produktionssysteme längst integraler Bestandteil vernetzter IT-Strukturen sind und daher ganzheitlich geschützt werden müssen.

Zusammenarbeit wird wichtiger Erfolgsfaktor

Positiv ist, dass IT und Produktion in fast sieben von zehn Betrieben regelmäßig über Sicherheitsthemen sprechen. Nur eine sehr kleine Minderheit verzichtet vollständig auf eine Abstimmung. Damit ist ein entscheidender Schritt gemacht, denn ohne enge Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen lässt sich eine robuste Sicherheitsstrategie in Industriebetrieben kaum umsetzen.

Grafik Umfrage zur IT-Sicherheit in Industriebetrieben

Verantwortlichkeiten in der IT-Sicherheit: Lehren aus der Umfrage zur IT-Sicherheit in Industriebetrieben

Die Umfrage zur IT-Sicherheit in Industriebetrieben zeigt deutlich, dass klare Zuständigkeiten ein entscheidender Faktor für eine starke Sicherheitsstrategie sind. Laut Sophos haben 47,9 Prozent der befragten Produktionsunternehmen inzwischen einen festen IT-Sicherheitsverantwortlichen benannt, während 33,6 Prozent diese Aufgabe mit anderen Bereichen kombinieren.

Besonders kleine Betriebe mit begrenzten Ressourcen teilen Verantwortlichkeiten oft auf. Ein Ansatz, der zwar pragmatisch wirkt, in der Praxis jedoch Risiken birgt.

Externe Partner im Mittelstand auf dem Vormarsch

Bemerkenswert ist, dass bereits ein Viertel der Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten externe IT-Sicherheitspartner einbindet. Das zeigt, dass der Mittelstand zunehmend erkennt, wie komplex die Bedrohungslage geworden ist. Für größere Industriebetriebe sieht die Situation anders aus: Dort setzen nur etwa 11 Prozent auf externe Hilfe, da viele Konzerne eigene Fachabteilungen für Cybersicherheit aufgebaut haben.

Studien wie die von Sophos bestätigen damit auch Beobachtungen aus anderen Branchen, dass kleinere Unternehmen oft agiler reagieren und externe Expertise frühzeitig nutzen.

IT-Abteilung als Hauptverantwortliche

In sieben von zehn Betrieben liegt die Verantwortung klar bei der IT-Abteilung, während die Produktionsbereiche nur in 19 Prozent der Fälle die Hauptlast tragen. Dieser Befund verdeutlicht, dass Produktionssysteme längst nicht mehr isoliert betrachtet werden können, sondern Teil einer vernetzten IT-Landschaft sind. Eine Trennung zwischen klassischer IT und operativer Technologie (OT) in der modernen Industrie ist daher kaum noch praktikabel ist, da Angriffe häufig beide Bereiche gleichzeitig betreffen

Verantwortlichkeiten sind Basis für Resilienz

Die Ergebnisse machen klar: Ohne klar definierte Rollen bleibt die Cybersicherheit in Industriebetrieben lückenhaft. Gerade der Mittelstand profitiert von der Einbindung externer Partner, um fehlende interne Ressourcen auszugleichen. Die Studie zeigt hier einen Trend, der in Zukunft noch an Bedeutung gewinnen dürfte.

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Supply Chain-Sicherheit als zentrales Ergebnis

Die Umfrage zur IT-Sicherheit in Industriebetrieben zeigt, dass Produktionsunternehmen nicht mehr nur die eigene IT-Landschaft schützen, sondern zunehmend auch ihre Lieferketten in den Blick nehmen. Mehr als die Hälfte der befragten Betriebe stellt heute vertragliche Anforderungen an die IT-Sicherheit von Partnern, knapp zwei Drittel überprüfen deren Schutzmaßnahmen regelmäßig. Damit rückt ein Bereich in den Fokus, der laut Fachleuten zu den größten Einfallstoren für Cyberkriminelle zählt.

Supply Chain Attacken zählen aktuell zu den größten Herausforderungen des Mittelstands. Unternehmen geraten damit – trotz verstärkter Sicherheitsmaßnahmen – in den direkten Fokus von Cyberkriminellen. 

Mehr zu Supply Chain Angriffen lesen Sie in unserem Leitartikel. 

Supply-Chain-Angriffe gelten als Top-Bedrohung

Die europäische Cybersicherheitsagentur ENISA führt Supply-Chain-Angriffe mittlerweile auf Platz eins der gefährlichsten Bedrohungen für IT und Unternehmen in der Industrie. Schätzungen zufolge verursachen solche Attacken Schäden von jährlich rund 80 Milliarden US-Dollar. Bekannte Fälle wie SolarWinds oder Kaseya haben gezeigt, wie ein einziger kompromittierter Zulieferer ausreichen kann, um tausende Unternehmen gleichzeitig zu gefährden. 

Risiken in der vernetzten Produktion

Gerade in der Fertigungsindustrie, in der Zuliefererketten eng miteinander verzahnt sind, entstehen erhebliche Risiken. Laut Gartner wird bis Ende 2025 fast jedes zweite Unternehmen weltweit mindestens einmal von einem Supply-Chain-Angriff betroffen sein.

Damit rücken nicht nur technische Schutzmaßnahmen, sondern auch organisatorische Standards wie vertraglich festgelegte Sicherheitskriterien und regelmäßige Audits stärker in den Vordergrund

Lieferkette ist Teil der IT-Sicherheitsstrategie

Die Sophos-Umfrage zeigt, dass viele Unternehmen diesen Weg bereits eingeschlagen haben, doch Nachholbedarf bleibt. Wie Security-Insider betont, reicht technischer Schutz allein nicht aus, entscheidend sind Governance, Risikoabschätzung und eine klare Einbindung aller Zulieferer.

Industriebetriebe, die ihre Lieferketten systematisch absichern, erhöhen nicht nur die eigene Resilienz, sondern stärken auch das Vertrauen ihrer Kunden und Partner.

Der Schlüssel zur Umsetzung der Umfrage zur IT-Sicherheit in Industriebetrieben

Die Umfrage zur IT-Sicherheit in Industriebetrieben macht deutlich, dass Cybersicherheit nicht allein durch die IT-Abteilung gewährleistet werden kann. Produktionssysteme sind längst ein Teil der vernetzten IT-Landschaft. Entsprechend wichtig ist es, dass IT und Produktion gemeinsam Verantwortung übernehmen. Laut Sophos stimmen sich 68,7 Prozent der befragten Unternehmen regelmäßig zu Sicherheitsthemen ab, nur 4,3 Prozent verzichten vollständig auf eine Abstimmung.

Warum Zusammenarbeit unverzichtbar ist

Die wachsende Vernetzung von Maschinen, Steuerungssystemen und Cloud-Diensten führt dazu, dass klassische IT-Sicherheitsmaßnahmen und operative Technologie (OT) nicht mehr getrennt betrachtet werden können. Fachportale wie it-daily.net weisen darauf hin, dass Cyberangriffe auf Produktionsanlagen meist beide Bereiche gleichzeitig betreffen – und ein isoliertes Vorgehen damit ins Leere läuft. 

Gemeinsame Sprache und Prozesse entwickeln

In vielen Betrieben gilt es noch, unterschiedliche Perspektiven und Fachsprachen zusammenzuführen. IT-Teams arbeiten traditionell prozessorientiert, während die Produktion vor allem auf reibungslose Abläufe und minimale Ausfallzeiten fokussiert ist. Studien wie die von Sophos zeigen aber, dass genau diese Schnittstelle der Schlüssel für eine ganzheitliche Sicherheitsstrategie ist. Gemeinsame Workshops, regelmäßige Sicherheitsreviews und eine abgestimmte Kommunikation helfen, Missverständnisse zu vermeiden und Prioritäten zu klären.

Positive Entwicklung, aber noch Luft nach oben

Die Ergebnisse der Studie sind ermutigend: Der Großteil der Industriebetriebe hat verstanden, dass Cybersicherheit eine Gemeinschaftsaufgabe ist. Dennoch besteht Nachholbedarf, besonders in kleineren Unternehmen, die häufig weniger formalisierte Prozesse haben.

Branchenexperten empfehlen daher, standardisierte Abstimmungsroutinen einzuführen und klare Eskalationswege zu definieren. Nur so lassen sich Angriffe frühzeitig erkennen und wirksam abwehren.

Was die Umfrage zur IT-Sicherheit in Industriebetrieben für mittelständische Produktionsunternehmen bedeutet

Die Ergebnisse der aktuellen Umfrage zur IT-Sicherheit in Industriebetrieben verdeutlichen: Auch wenn viele Unternehmen bereits Fortschritte erzielt haben, ist gerade der Mittelstand besonders gefordert. Kleinere Betriebe verfügen oft über weniger Ressourcen, klare Zuständigkeiten fehlen, und spezialisierte Fachabteilungen für Cybersicherheit sind selten vorhanden. Gleichzeitig wächst die Abhängigkeit von digitalisierten Fertigungsprozessen und globalen Lieferketten.

Klare Verantwortlichkeiten schaffen

Für mittelständische Produktionsunternehmen ist es entscheidend, eine zentrale Ansprechperson für IT-Sicherheit zu benennen. Studien zeigen, dass Unternehmen mit klar definierten Rollen schneller auf Bedrohungen reagieren und effizientere Prozesse entwickeln. Auch wenn Ressourcen knapp sind, lohnt es sich, die Verantwortung nicht nebenbei wahrzunehmen, sondern gezielt intern oder mit Unterstützung externer Partner zu verankern.

IT und Produktion stärker verzahnen

Die Umfrageergebnisse belegen, dass regelmäßige Abstimmungen zwischen IT und Produktion einen großen Unterschied machen. Mittelständler sollten feste Meetings einführen, in denen Risiken, Vorfälle und Präventionsmaßnahmen gemeinsam besprochen werden. So lassen sich Sicherheitslücken in der Schnittstelle zwischen IT-Systemen und Fertigung frühzeitig schließen.

Lieferanten in die Verantwortung nehmen

Ein besonders wichtiges Ergebnis betrifft die Lieferkette: Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen stellt inzwischen Anforderungen an die Cybersicherheit ihrer Partner. Für Unternehmen bietet sich hier die Chance, das eigene Risiko zu minimieren, indem klare Vertragsbedingungen, regelmäßige Audits und Sicherheitszertifikate eingefordert werden. 

Externe Expertise gezielt nutzen

Die Umfrage zeigt, dass rund ein Viertel der Unternehmen bereits mit externen IT-Sicherheitspartnern arbeitet. Das ist ein klarer Hinweis darauf, dass Outsourcing in diesem Bereich eine realistische und praktikable Lösung ist. Externe Partner bringen nicht nur Fachwissen, sondern auch Ressourcen für Monitoring, Notfallreaktion und kontinuierliche Verbesserung der Sicherheitslage.

Umfrage zur IT-Sicherheit: Klarer Handlungsbedarf

Die aktuelle Umfrage zur IT-Sicherheit in Industriebetrieben zeigt ein zwiespältiges Bild: Einerseits haben viele Produktionsunternehmen in Deutschland ihre Hausaufgaben gemacht: klare Verantwortlichkeiten, bessere Zusammenarbeit zwischen IT und Produktion sowie erste Schritte in Richtung Lieferketten-Sicherheit. Andererseits bleiben Schwachstellen bestehen, vor allem in mittelständischen Betrieben mit begrenzten Ressourcen.

Positiv ist, dass die Mehrheit der Industriebetriebe Cybersicherheit inzwischen als Gemeinschaftsaufgabe versteht. IT und Produktion arbeiten enger zusammen, externe Partner werden stärker eingebunden, und die Lieferkette wird zunehmend Teil der Sicherheitsstrategie. Diese Fortschritte schaffen eine solide Basis, doch die Bedrohungslage entwickelt sich schneller, als viele Unternehmen Schritt halten können. Supply-Chain-Angriffe, Ransomware und gezielte Attacken auf Steuerungssysteme bleiben eine reale Gefahr.

Für mittelständische Unternehmen bedeutet das: Abwarten ist keine Option. Jetzt gilt es, die eigenen Strukturen kritisch zu prüfen, Schwachstellen konsequent zu schließen und externe Expertise einzubinden, wo interne Ressourcen fehlen.

Genau hier setzt unsere Unterstützung an, mit Lösungen wie der ITQ-Basisprüfung für schnelle Transparenz, individuellen Workshops und unseren Full Management IT-Services.

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